Hallihallo ihr Lieben!
Das Jahr 2015 neigt sich dem Ende zu und während ich hiersitze, eine Tasse Tee geniesse und einfach mal gar nichts tue, fühlt sich alles in mir warm an. 2015.
Für mich war 2015 ein grosses Jahr, ein Jahr voller Veränderung, neu und aufregend und ein bisschen zu schnell. Rasend.
Abschliessen der Ausbildung. Beginn des Studiums. Neue Arbeitsstelle. Beenden einer Freundschaft. So viele neue Menschen. Neue Freundschaften. Eine neue Liebe.
Und mitten drin stecke ich - eigentlich erwachsen, glaube ich zumindest - und doch fühle ich mich manchmal klein. Zu klein für diese grosse Welt.
Sie blinzelt und atmet dreimal tief durch, als er mit dem Kugelschreiber auf irgendeine Klausel zeigt, sie ihr erklärt und sie eigentlich nichts von dem versteht, was er ihr erklärt. Autoversicherung. Es geht um deine Autoversicherung. Sie lächelt ihn an und bittet ihn, es noch einmal zu erklären. Bis vor kurzem hatte sie nicht einmal ein Auto.
Sie öffnet den Mund und schliesst ihn wieder. Die Schülerin, die vor ihr steht, hat die Stirn gerunzelt und fragend hält sie die Werte hoch, die sie gemessen hat und zeigt sie ihr. "Was soll ich jetzt tun?" Die Frage schwebt noch im Raum und das Wörtchen 'Verantwortung' hallt laut in ihren Ohren nach. Entscheidungen treffen. So fühlt es sich also an.
Sie merkt, dass sie diese Arbeit nicht mehr bis zum Abgabetermin beenden wird können. Sie hat noch nicht einmal angefangen. Sie hat ein schlechtes Gewissen. Hätte sie doch nur früher angefangen. Vorgestern - da hätte sie beginnen können, da war sie bereits um achtzehn Uhr zu Hause. Doch vorgestern, denkt sie, vorgestern ging es ihr schlecht und es war ein langer Tag und sie weiss im Nachhinein nicht, wie sie das hätte schaffen können. Heute - heute schafft sie es nicht mehr. Sie wird nicht abgeben.
Sie fährt an seinem Haus vorbei und siedend heiss fällt ihr ein, dass sie sich bei ihm melden wollte. "Versprochen. Ich werde mich demnächst melden und dann können wir uns wieder einmal gemütlich auf eine Tasse Kaffee treffen." Demnächst - demnächst ist ein halbes Jahr her. Sie schluckt und fährt ein bisschen schneller.
Spagat üben. Zwischen Beruf und Studium. Zwischen Freundschaften und Familie. Zwischen Arbeit und Freizeit. Ich habe die längsten Beine der Welt, denkt sie. Aber manchmal reichen sie nicht.
2015. Ein langes, volles Jahr. Ein grosses Jahr. Und dazwischen - zwischen Verantwortung und dem schlechten Gewissen, zwischen dem Gaspedal und Abgabeterminen. Dazwischen stecken sie. Momente.
Lieblingsmomente.
Aber darüber habe ich ja bereits in diesem Post hier gesprochen.
Sie sitzen in diesem Restaurant mitten in dieser hübschen Stadt und vor ihr steht eine riesige Portion Käsespätzle, die einen kleinen Klumpen in ihrem Bauch bilden wird. Sie lachen - über irgendetwas, vielleicht ist es nicht einmal lustig, sicher ist es das nicht für Fremde, die den Witz nicht verstehen - doch sie lachen alle vier und als sie ihre Familie so ansieht, weiss sie, dass dieser kleine Moment heilig ist.
Sie wuseln zu dritt die Treppe herunter, feixend. Hungrig langsam, denn es ist endlich Mittagspause und sie haben sich etwas zu Essen verdient, denn es war ein langer Morgen. Sie albern herum, ziehen sich auf und sprechen über Männer - nicht, weil sie keine anderen Themen haben oder weil es nichts Wichtigeres gibt - sondern weil es Spass macht. Ein bisschen zumindest.
Sie lehnt sich zurück in ihrem Stuhl und ein bisschen will sie weinen, ein bisschen aber auch lachen. Es ist ihr letzter Tag - ihr letzter Tag hier - und nach so viel Zeit, nach so vielen Gesprächen, scheint er zu vertrauen. Ihr. "Ich weiss das jetzt", sagt er und sie schluckt, weil sie so lange für diesen Moment gearbeitet hat - mit ihm, aber auch gegen ihn, ein bisschen. Gegen seine Mauern. Und nun geht sie. Dennoch - denkt sie. Dennoch. Er vertraut ihr. Sie weint nicht, sie lächelt.
Sie haben zu Ende gegessen und bezahlt - er hat bezahlt, hat sie eingeladen - und nun stehen sie auf, sie will nach ihrer Jacke greifen und reinschlüpfen, doch er sieht sie an und sie hält inne. Ihre Blicke ruhen einen Moment aufeinander, ohne dass sie irgendetwas tun. Sie sehen sich einfach nur an. Ihr wird ein bisschen heiss und ihr Bauch rutscht in Richtung ihres Halses, sie könnte nun nicht einmal dann sprechen, wenn man sie zwingen würde und als sie schliesslich den Blick abwendet und in ihre Jacke schlüpft, da weiss sie es. Sie ist verliebt.
Um das Jahr auch hier - auf Marmormädchen - Revue passieren zu
lassen, zeige ich euch nun eine wahre Bilderflut - macht euch gefasst!
Marmormädchen - der Blog - war wohl eines meiner grössten Projekte 2015 und es macht mir noch immer unendlich Spass, an den Posts zu arbeiten. Deshalb hat es auch wirklich viel Freude gemacht, mich durch die alten Fotos zu wühlen und ein paar für euch herauszupicken.
Ich habe mich entschieden, die Bilder nicht chronologisch zu ordnen und ich zeige euch auch nicht Bilder aus jedem Post, sondern nur ein paar ausgewählte - dafür teilweise mehrere aus demselben Post.
Schaut mit mir zurück. 2015. Quer durch die Jahreszeiten.
Das Jahr 2015 neigt sich dem Ende zu und während ich hiersitze, eine Tasse Tee geniesse und einfach mal gar nichts tue, fühlt sich alles in mir warm an. 2015.
Für mich war 2015 ein grosses Jahr, ein Jahr voller Veränderung, neu und aufregend und ein bisschen zu schnell. Rasend.
Abschliessen der Ausbildung. Beginn des Studiums. Neue Arbeitsstelle. Beenden einer Freundschaft. So viele neue Menschen. Neue Freundschaften. Eine neue Liebe.
Und mitten drin stecke ich - eigentlich erwachsen, glaube ich zumindest - und doch fühle ich mich manchmal klein. Zu klein für diese grosse Welt.
Sie blinzelt und atmet dreimal tief durch, als er mit dem Kugelschreiber auf irgendeine Klausel zeigt, sie ihr erklärt und sie eigentlich nichts von dem versteht, was er ihr erklärt. Autoversicherung. Es geht um deine Autoversicherung. Sie lächelt ihn an und bittet ihn, es noch einmal zu erklären. Bis vor kurzem hatte sie nicht einmal ein Auto.
Sie öffnet den Mund und schliesst ihn wieder. Die Schülerin, die vor ihr steht, hat die Stirn gerunzelt und fragend hält sie die Werte hoch, die sie gemessen hat und zeigt sie ihr. "Was soll ich jetzt tun?" Die Frage schwebt noch im Raum und das Wörtchen 'Verantwortung' hallt laut in ihren Ohren nach. Entscheidungen treffen. So fühlt es sich also an.
Sie merkt, dass sie diese Arbeit nicht mehr bis zum Abgabetermin beenden wird können. Sie hat noch nicht einmal angefangen. Sie hat ein schlechtes Gewissen. Hätte sie doch nur früher angefangen. Vorgestern - da hätte sie beginnen können, da war sie bereits um achtzehn Uhr zu Hause. Doch vorgestern, denkt sie, vorgestern ging es ihr schlecht und es war ein langer Tag und sie weiss im Nachhinein nicht, wie sie das hätte schaffen können. Heute - heute schafft sie es nicht mehr. Sie wird nicht abgeben.
Sie fährt an seinem Haus vorbei und siedend heiss fällt ihr ein, dass sie sich bei ihm melden wollte. "Versprochen. Ich werde mich demnächst melden und dann können wir uns wieder einmal gemütlich auf eine Tasse Kaffee treffen." Demnächst - demnächst ist ein halbes Jahr her. Sie schluckt und fährt ein bisschen schneller.
Spagat üben. Zwischen Beruf und Studium. Zwischen Freundschaften und Familie. Zwischen Arbeit und Freizeit. Ich habe die längsten Beine der Welt, denkt sie. Aber manchmal reichen sie nicht.
2015. Ein langes, volles Jahr. Ein grosses Jahr. Und dazwischen - zwischen Verantwortung und dem schlechten Gewissen, zwischen dem Gaspedal und Abgabeterminen. Dazwischen stecken sie. Momente.
Lieblingsmomente.
Aber darüber habe ich ja bereits in diesem Post hier gesprochen.
Sie sitzen in diesem Restaurant mitten in dieser hübschen Stadt und vor ihr steht eine riesige Portion Käsespätzle, die einen kleinen Klumpen in ihrem Bauch bilden wird. Sie lachen - über irgendetwas, vielleicht ist es nicht einmal lustig, sicher ist es das nicht für Fremde, die den Witz nicht verstehen - doch sie lachen alle vier und als sie ihre Familie so ansieht, weiss sie, dass dieser kleine Moment heilig ist.
Sie wuseln zu dritt die Treppe herunter, feixend. Hungrig langsam, denn es ist endlich Mittagspause und sie haben sich etwas zu Essen verdient, denn es war ein langer Morgen. Sie albern herum, ziehen sich auf und sprechen über Männer - nicht, weil sie keine anderen Themen haben oder weil es nichts Wichtigeres gibt - sondern weil es Spass macht. Ein bisschen zumindest.
Sie lehnt sich zurück in ihrem Stuhl und ein bisschen will sie weinen, ein bisschen aber auch lachen. Es ist ihr letzter Tag - ihr letzter Tag hier - und nach so viel Zeit, nach so vielen Gesprächen, scheint er zu vertrauen. Ihr. "Ich weiss das jetzt", sagt er und sie schluckt, weil sie so lange für diesen Moment gearbeitet hat - mit ihm, aber auch gegen ihn, ein bisschen. Gegen seine Mauern. Und nun geht sie. Dennoch - denkt sie. Dennoch. Er vertraut ihr. Sie weint nicht, sie lächelt.
Sie haben zu Ende gegessen und bezahlt - er hat bezahlt, hat sie eingeladen - und nun stehen sie auf, sie will nach ihrer Jacke greifen und reinschlüpfen, doch er sieht sie an und sie hält inne. Ihre Blicke ruhen einen Moment aufeinander, ohne dass sie irgendetwas tun. Sie sehen sich einfach nur an. Ihr wird ein bisschen heiss und ihr Bauch rutscht in Richtung ihres Halses, sie könnte nun nicht einmal dann sprechen, wenn man sie zwingen würde und als sie schliesslich den Blick abwendet und in ihre Jacke schlüpft, da weiss sie es. Sie ist verliebt.
Marmormädchen - der Blog - war wohl eines meiner grössten Projekte 2015 und es macht mir noch immer unendlich Spass, an den Posts zu arbeiten. Deshalb hat es auch wirklich viel Freude gemacht, mich durch die alten Fotos zu wühlen und ein paar für euch herauszupicken.
Ich habe mich entschieden, die Bilder nicht chronologisch zu ordnen und ich zeige euch auch nicht Bilder aus jedem Post, sondern nur ein paar ausgewählte - dafür teilweise mehrere aus demselben Post.
Schaut mit mir zurück. 2015. Quer durch die Jahreszeiten.